Glossar

Fachchinesisch verständlich erklärt

CMD / Kraniomandibuläre Dysfunktion

CMD ist ein Überbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskel- oder Gelenkfunktion der Kiefergelenke. Diese Fehlregulationen können schmerzhaft sein. Die Deutsche Gesellschaft für Funktionsdiagnostik und Therapie definiert CMD als Sammelbegriff für eine Reihe klinischer Symptome der Kaumuskulatur und/oder des Kiefergelenks sowie der dazugehörenden Strukturen im Mund- und Kopfbereich.

Cyriax Methode

Die manuelle Therapie nach Cyriax, auch als Cyriax-Methode bezeichnet, wurde nach dem Orthopäden James Cyriax benannt und befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung des Bewegungsapparates, insbesondere der Weichteile.

Ziel der Manuellen Therapie nach Cyriax ist es, entzündungsartige Schmerzzustände an den Sehnenübergängen zu den Muskeln und zu den Knochen zu behandeln. Solche Schmerzzustände treten typischerweise in den Bändern der Fuß- und Kniegelenke, im Ellbogen und in den Schultern auf.

Kern der Cyriax-Methode ist die intermittierende Spezialmassage – die Querfriktion – der Sehnenübergänge, um die genannten Schmerzzustände, Adhäsionen des Gewebes und eingeschlossene Ödeme zu beseitigen bzw. diesen vorzubeugen.

Intensivtherapie

Im Rahmen einer Intensiv-Therapie werden je nach Befund, Grunderkrankung oder Akutbeschwerden physiotherapeutische Behandlungen intensiver (Schwerpunktbehandlung mit mehr Behandlungszeit), ggf. in kürzeren Zeitintervallen (2-3 x pro Woche) durchgeführt und können durch Hinzunahme und Einsatz weiterer Heilmittel positiv unterstützt werden. Ziel ist die schnellere Rückkehr in den beschwerdefreien Alltag.

LSVT – LOUD Therapie

Die Lee Silverman Voice Therapy ist eine stimm- und sprachbildende Therapie, die es Parkinsonkranken ermöglicht, sich im Alltagsleben verständlich zu äußern und umfänglich teilzuhaben. Viele Parkinsonkranke ziehen sich in der Regel aus Gesprächen schnell zurück, weil sie glauben, dass Sie ihrer Umwelt zur Last fallen, wenn Sie stottern und stammeln, zu leise, ohne Betonung oder Ausdruck sprechen und sich nicht in einem „normalen“ Zeitabschnitt verständlich machen können. Oft glauben sie, dass sie bereits laut sprechen und realisieren nicht, dass es bei der Umwelt in Wirklichkeit nur sehr leise ankommt.

Dank dieser „All-you-need-is-loud“ Sprachtherapie ändert sich die eigene Wahrnehmung der Betroffenen und bei regelmäßiger Praktizierung und Durchführung der Übungen wird sich das allgemeine Erscheinungsbild wesentlich verbessern und positiv verändern.

LSVT – BIG Therapie

Das LSVT-BIG Behandlungskonzept hat den gleichen Leitgedanken wie das in der Sprachtherapie etablierte Lee Silverman Voice Treatment: Durch gezieltes Üben von Bewegungen mit großer Amplitude soll eine Verbesserung der Geschwindigkeit und des Bewegungsausmaßes bei Patienten mit parkinsontypischen Bewegungsstörungen erreicht werden.

Das besonders intensive Training ist wie auch bei LSVT-LOUD in der Sprachtherapie eine wichtige Grundlage der LSVT-BIG Therapie. Über einen Zeitraum von vier Wochen soll der Patient vier einstündige Trainingseinheiten pro Woche absolvieren.

Schwerpunkt des Trainings ist das Einüben großräumiger Bewegungen. Das eigene Bewegungsausmaß und auch die Stimmlautstärke werden von Parkinsonpatienten meist als sehr viel größer empfunden, als  sie tatsächlich sind. Der Therapeut motiviert daher den Patienten, jede Bewegung mit möglichst großem Einsatz und spürbarem Energieaufwand durchzuführen. Durch intensives Wiederholen der Übungen in Kombination mit beständigen Rückmeldungen durch den Therapeuten werden bisher ungenutzte Kapazitäten aktiviert und ausgebaut. Zudem lernt der Patient, die Wahrnehmung seiner Bewegungen neu zu kalibrieren.

LSVT-BIG steigerte die Geschwindigkeit, Kraft und Reichweite der Bewegungen signifikant. Im Vergleich zu einem Hausübungsprogramm und Nordic Walking wurde eine deutlich bessere Wirksamkeit von LSVT-BIG nachgewiesen.

LSVT®-BIG ist ein eingetragenes Markenzeichen der Firma LSVT Global Inc.
Quelle: Informationsplattform für Morbus Parkinson (www.parkinson-web.de)

Manuelle Therapie (nach Kaltenborn und Mulligan)

In der Diagnostik setzt sich die Manuelle Therapie mit den reflektorischen Reaktionen an den Muskeln, Bändern und der Haut wie auch der Prüfung der Gelenkmechanik und Beurteilung der Muskelfunktionen und -koordination auseinander. Die Therapiemethoden der Manuellen Therapie setzen sich aus Mobilisation der Gelenke und einer reinen Muskulaturbehandlung zusammen, unter welcher man die Dehnung der verkürzten Muskulatur und Kräftigung der geschwächten Muskulatur versteht. Mit ihr soll eine Verbesserung der Gelenkfunktionen und das Normalisieren des Muskeltonus (Spannungszustand), also das Lösen von Hartspännen in der Muskulatur, und eine Schmerzlinderung erreicht werden.

Das Mulligan-Concept setzt die manuelle Mobilisation in funktionellen Bewegungsfolgen um, d.h. der Schmerz oder die Bewegungseinschränkung werden in der Bewegung behandelt.